Kirchengemeinde

Gründung


Wahrscheinlich entstand mit der Entstehung des Dorfes auch bereits die Kirchengemeinde. Sie besteht gegenwärtig aus den Dörfern Niederlauken und Oberlauken und hat etwa 520 Gemeindemitglieder. Davon sind rund 50 ehrenamtliche in der Arbeit des Kirchenvorstands, des Kirchenchors, des Frauensingkreises, der Jungschargruppe, der Krabbelgruppe, sowie der Senioren- und Frauengruppe aktiv. Außerdem gibt es bei der Kirchengemeinde noch die Mini-Jobs für den Organist und den Choleiter, der Sekretärin, dem Küster und dem Hausmeister.

Kirchenvorstand

Aus sechs Frauen und einem Mann besteht der Kirchenvorstand, der die Zukunft der Kirchengemeinde lenkt, soweit es ihm möglich ist.
Doch er gestaltet beispielsweise auch den Osterfrühgottesdienst, der um 6 Uhr mit dem Osterfeuer hinter der Kirche beginnt, und sorgt auch für das Osterfrühstück, zu dem alle Gottesdienstbesucher eingeladen sind. Auf dieser Frühstückstafel stehen meist selbstgebackene Brote und Kuchen, sowie bunte Eier von „freien“ Hühnern, selbstgekochte Marmelade und alles was man sich sonst noch zum einem festlichen Frühstück wünscht.
Zum Erntedankfest wird die Kirche mit Gaben aus den Gärten und von den Feldern geschmückt. Nach dem Gottesdienst beginnt, im Wechsel mit Oberlauken, das Gemeindefest.
Obwohl es seit einem Jahr keinen Pfarrer mehr im Dorf gibt, will die Kirchengemeinde doch mit diesen liebgewordenen Veranstal-tungen weitermachen. So hoffen alle darauf, dass der Mundartgottes-dienst beibehalten wird. Dabei wird die vom Pfarrer verfasste Predigt von einem Gemeindemitglied verlesen – und zwar im „Laager Platt“.

Kirchenchor

21 Personen (17 Frauen, 4 Männern) singen im Kirchenchor. Alle zwei Wochen treffen sie sich mit dem Chorleiter zur Probe und wirken bei verschiedenen Gottesdiensten mit, wie: Konfirmation, Erntedankfest, Ostern und dem schon zur Tradition gewordenen, immer am 3. Advent stattfindenden Adventskonzert.

Frauensingkreis

Die Frauen des Singkreises begleiten musikalisch die Trauerfeiern bzw. die Bestattungen auf dem Friedhof. Die Frauen treffen sich einmal im Monat zur Probe. Sie hoffen, dass sich noch ein paar Frauen bereit erklären, mit zu singen. Denn was wäre eine Trauerfeier ohne passenden Gesang?

Jungschargruppe

Wenn auch die Treffen nur sporadisch sind, so basteln die Kinder der Jungschar-gruppe immer zu besonderen Anlässen wie Muttertag und Weihnachtsmarkt.
Außerdem finden in jedem Jahr Ferienspiele statt. Die Jungschargruppe wird auch im Familiengottesdienst aktiv und gestaltet ihn mit. Außerdem beteiligt sie sich beim Laubmännchen.

Senioren- und Frauengruppe

In den Wintermonaten treffen sich beide Gruppen, um einen Adventsnachmittag und einen Faschingsnachmittag zu organisieren. Außerdem wird noch ein Ausflug veranstaltet.
Besonders freuen sich die Mitglieder der Kirchengemeinde, dass in diesem Jahr der Kindergottesdienst wieder in das kirchliche Leben eingeführt werden soll.

 

Krabbelgruppe


Vielleicht lag es an den kalten Wintertagen, die dazu zwangen, mit den kleinen Kindern zu Hause zu bleiben. Für zwei Mütter in Niederlaukens stand also fest: „Wir sollten uns treffen, damit die Kinder zusammen spielen können.“ Und schon war die Idee für eine Krabbelgruppe geboren. Denn auch Babys fühlen sich wohl, wenn sie mit anderen zusammen sein dürfen.
Im Dezember 1997 gründeten Maria-Pia Ludwig, Olga Wehr und Stefanie Keller die Krabbelgruppe, die heute von Anja Distler geleitet wird. Schon damals waren es durchweg sechs Kinder, die zu-sammen kamen. So ist es bis heute geblieben. Auch wenn die Kinder der ersten Stunde längst aus dem Krabbelgruppenalter herausgewachsen sind, gab es zunächstkeine Nachwuchssorgen. Noch immer treffen sich regelmäßig am Mittwochmorgen von 10 bis 11.30 Uhr die Kleinen im Alter bis zu drei Jahren im Dorfgemein-schaftshaus im Gemeindesaal der Evangelischen Kirche. Ziel war und ist auch heute noch, dass die Kinder mit anderen Kindern gleichen Alters Kontakte knüpfen sollen. So lernen sie spielerisch und unbekümmert soziales Verhalten und haben dadurch weniger Schwierig-keiten, wenn die Zeit für den Kindergarten gekommen ist.

Leider ist auch in Niederlauken die Geburtenzahl rückgängig, wodurch die Beteiligung an der Krabbelgruppe zukünftig rückläufig sein wird. Das Engagement von Anja Distler wird vorwiegend durch Ina Prüfer unterstützt. Aber auch die Eltern der Kinder sind da, wenn sie gebraucht werden. Das zeigte sich auch, als dringend Spielsachen benötigt wurden. Reichliche Spenden der Eltern machten vor allem den Kindern Freude. Und ohne die Bereitstellung des Gemeindesaales durch die Evangelische Kirchengemeinde Lauken könnte das Projekt nicht durchgeführt werden.

Seniorenarbeit


Die Ehefrau des damaligen Bürgermeisters Grauwinkel gründete vor ungefähr 26 Jahren die Seniorenarbeit. Seither treffen sich die Senioren regelmäßig einmal im Monat.

Es ist gut, die älteren Menschen aus ihrer Isolation zu holen, um gemeinsam etwas zu unternehmen. Die meisten fahren nicht selbst Auto und nehmen deshalb besonders gerne an gemeinsamen Busfahrten teil, die bewusst nur halbtags stattfinden. Zusätzlich werden folgende Veranstaltungen angeboten: Fastnachtsnachmittag, Kaffee trinken mit Vorträgen oder Diaschau abwechselnd in den drei Ort-schaften, Ausflüge mit Besichtigungen, Einkaufsmöglichkeiten,Stadtführungen, Grillen und die Weihnachtsfeier. Das Durchschnittsalter der Senioren, die alle sehr gerne zu den Treffen kommen, ist 78 Jahre. Mit ungefähr 35 Teilnehmern, ist im Laufe dieser 26 Jahre ein fester Kern entstanden.

Viele Frauen sind darunter, nämlich 80 Prozent, wogegen die Männer „nur“ die restlichen 20 Prozent bilden. Die nicht Mobilen unter den Senioren werden immer mehr. Leider fühlen sich jüngere mobile Senioren noch zu jung, um an den Seniorennachmittagen teilzunehmen. „Wir brauchen dringend Nachwuchssenioren, um die Kosten zu decken und um die Seniorenarbeit zu erhalten“, betont Sigrid Buhlmann, die sich liebevoll um die älteren Menschen kümmert. Die gesamte Gemeinschaft macht viel Freude und bereichert den Alltag. Jedoch sind die Kosten sehr hoch, wodurch die Gruppe darauf angewiesen ist, Kosten deckend zu arbeiten. Die Zuschüsse vom Kreis und der Gemeinde sind sehr gering. Sigrid Buhlmann organisiert und leitet die Treffen. Dabei ist sie nicht nur für Niederlauken, sondern auch für Oberlauken zuständig. Denn beide Orte haben sich für die Seniorenarbeit zusammengeschlossen. In jedem der beiden Dörfer gibt es Helfer, die Anmeldungen für die einzelnen Ausflüge entgegen nehmen und auch bei der sonstigen Arbeit helfen. Da wird Kaffee gekocht, gegrillt oder die Tische eingedeckt. Hinterher spülen die Helfer und machen alles wieder sauber. In Gemünden ist Erika Bruchmann mit ihrem Helferteam dafür verantwortlich. In Oberlauken kümmert sich Thekla Born mit ihren Frauen darum, dass rings um die Seniorentreffen alles reibungslos klappt, und in Niederlauken ist es Elfriede Bangert mit ihren Helfern, die stets den alten Menschen den Altennachmittag verschönern. Und das machen alle ehrenamtlich, versteht sich.

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